Münsterländer Gartenhochzeit

Im Juli haben Meike und Henning in Ahlen geheiratet. Mir war es ein besonderes Vergnügen sie an diesem Tag mit der Fotoknipse begleiten zu dürfen.

Mehrgenerationenhaus und Garten sind das ganze Jahr über eine Augenweide, aber für diesen Anlass besonders liebvoll geschmückt.

Die Nachbarn haben, so wie es Brauch ist, am Abend vor der Hochzeit einen Kranz um das Eingangstor  geflochten.

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Trauung in der Ahlener Christuskirche

und zur Feier des Tages in den Garten

Wunderschöne Feier, viele Gäste, tolles Essen ( flying catering ), super Stimmung und Tanzen in der Scheune. Vielen Dank Ihr Lieben für den wunderschönen Tag und die viele gute Energie, die ich mit nach Hause genommen habe.

Wir wünschen Euch eine glückliche Ehe und eine wunderbare große Familie.

Sonnenuntergang an der Berliner Brücke

Heute abend bin ich losgezogen um meinen neuen Weitwinkel zu testen. Canon 16-35 f 4 . Erstmal ist das Teil für ein L Objektiv federleicht, hat einen Imagestabilisator, den ich hier aber nicht verwendet habe, weil ich die Kamera auf dem Stativ hatte.

Weil man in Halle ja im Moment jede Menge neue Wege suchen muss, führt mich mein Arbeitsweg oft über die Berliner Brücke und inspirierte mich für ein paar Abendaufnahmen.

Fazit, mir gefällt die Linse.

Geknipst habe ich  mit Lee Bigstopper

und Lee Grauverlauffilter

einzeln zusammen oder ohne.

…na sind wir denn jetzt beim Zirkus ???…

vermutlich….

An diesem Juniabend nicht viel vor Sonnenuntergang ist Steffi auf Cliff ohne alles, mit nichts geritten.  Klasse, sowas…schwer beeindruckend. Aber auch beeindruckend ist diese faszinierende sehr tiefstehende Sommerabendsonne, die den Sand auf dem Reitplatz zum leuchten bringt.

Ich legte mich auf den Bauch, schön paniert, weil meine Sachen vom Baden noch nass waren und hab Steffi gebeten, mit Cliff quer zu mir vor dem intensivsten Stück Abendsonne zu parken. Tat sie auch.:

Zirkusreif, nur der Hund zog nicht mit.

Schwamm drüber. Klasse Vorstellung, wunderschönes Licht.

 

Konni und Heidemarie

Für mich sieht es genau SO aus, wenn eine Beziehung zwischen Mensch und Pferd stimmt , wie zwischen diesen Mädels.  Keiner muss sich mehr als nötig verbiegen,  jeder darf bleiben wie er ist.  Und trotzdem oder gerade deswegen funktioniert es.  Entspannt, gelassen respektvoll und achtsam.

Heidemarie hat die Ohren in Konnis Richtung gestellt und Connie achtet immer drauf, daß es Heidi gut geht.

Ich liebe es zu sehen und zu fotografieren, wenn Reiten nichts mit Kraft zu tun hat.  Sondern  mit Freude , Wissen und Verständnis. Und mit  Ehrfurcht vor dem Pferd.  Dann liegt wirklich das Glück dieser Erde auf dem Rücken der Pferde. Ganz einfach.

Es braucht viel Zeit Geduld und Reflektion, viel Pferdeverstand , um dahin zu gelangen.  Konni sagt,  Heidemarie war nicht immer so entspannt und cool . Toll, daß sie es jetzt ist.

Heidemarie  ist in höherem Alter  gesund und sieht fantastisch aus. Wenn man das geschafft und erhalten hat, kann man sich auf die Schulter klopfen.

Hut ab, Konni, Du hast meinen Respekt.  Heidi, danke für deine Geduld . Ich wünsche Euch beiden das Beste.

Lucas Knabstrupper Seelenpferdchen

Lucas der Knabstrupper war meine ganz große Liebe, mein Seelenpferd, mein Schnuddelpferdchen , mein Freund.

Im März 2014 hatte er eine Darmverschlingung, eine Pferdeerkrankung, die irgendwie immer als Damoklesschwert über mir hing. Ich hatte immer Angst davor.  Am Tag vor dieser Erkrankung bin ich ins Gelände geritten. Holger mit mir gelaufen. Es war einer der ersten Frühjahrstage. Auf dem Weg hatten wir Kinder getroffen, die  den Lucas sehr bestaunten.  Ich stieg ab, wir zeigten unser ganz kleines Zirkusprogramm, kassierten Beifall, ritten weiter.  Holten uns im neuen Kaffee an der Saale einen Kaffeebecher und genossen den Frühling. Die Wirtin bewunderte, daß Lucas mit Nasenzäumung geritten wurde und dabei so schön lief. Ja er war ein Held. Holger und ich hatten wieder jede Menge damit zu tun, unser Pferd zu bewundern und zu bestaunen. Auf dem Rückweg überlegten wir, wie lange wir ihn bei weiter so guter Pflege denn noch haben würden.  Vielleicht noch 10 Jahre ?????  Wir hatten ihn schon 13 Jahre diesen wunderbaren Kerl.

Am nächsten Tag kam ein Anruf. Lucas läge auf der Koppel, man hätte ihn kaum zum Aufstehen gekriegt, die Tierärztin ist schon unterwegs.  Als ich angerast kam, fand ich ein Bild des Jammers. Lucas sah schlimm aus, dehydriert, schmerzverzerrt, abwesend, im Gesicht und den Augen Kotspuren. Er hatte sich in den Unterstand gelegt, ich weiß nicht, wie lange er da schon lag. Er stand nur mit Mühe. Die Tierärztin untersuchte gründlich  und vermutete eine Darmverschlingung. Ich bat sie , Ihn einzuschläfern, auf der Weide, wenngleich mir speiübel war bei dem Gedanken. Ich wollte ihm nicht, wie damals meinem ersten Pferd bei schlechter Prognose den Weg in die Tierklinik zumuten. Sie sagte, es könne sein, daß er noch eine Chance hat und sie wolle das noch nicht entscheiden und ich ergriff den Strohhalm.  Also mit letzter Kraft brav auf den Hänger. In der Tierklinik wurde die Diagnose bestätigt, man machte ihn schnellstens für eine OP fertig und sagte, wenn er wieder steht, rufen wir sie an.  Ich hab mich ganz kurz verabschiedet, ganz kurz nur, weil alles schnell gehen musste. Hab noch drum gebeten, ihm die Augen sauber zu machen. Die Studenten versprachen es mir.

In der Nacht kam erst ein Anruf, es sähe nicht wirklich gut aus. Dann ein zweiter, das es völlig unmöglich sei, den darm wieder zu restaurieren, weil die Verschlingung ( durch Lipoma pendulans verursacht ) an einer Stelle lag, an die man nicht gut kam. Und sie würden ihn nicht mehr aufwachen lassen.

Ich bin Krankenschwester, ich hab viel gesehen und ich weiß, das selbst nach geglückter OP eine Chance auf Heilung sehr gering war.  aber das hat mir fast das Herz zerissen.  Mir ging es lange richtig schlecht, und wenn es auch nur ein Tier war,  der Lucas hatte eine große Bedeutung in meinem Leben, in unserem.

Ich habe noch einen Briefumschlag mit Schweifhaaren von ihm aus der Klinik. Den konnte ich bis jetzt nicht öffnen. Irgendwann lass ich mir ein schönes Armband machen.

Wir hatten ein paar Tage vorher verladen geübt, es war gut, dann war der letzte Weg nicht so schwer.

 

Die Bilder sind von unserem letzten Ausflug. Am Tag darauf  ist Lucas gestorben. Danke Holger für die Bilder.

Hier gibts einen link zu Lucas und uns. http://www.annebe-b.de

Was bleibt….und es bleibt immer etwas ,ist die große Liebe zum Knabstrupper, dieser wunderbaren normalen besonderen Pferderasse, wunderbare viele Erinnerungen, viele auch, die mich noch zum Lachen bringen und die ich auch mit anderen Menschen teile, dieses Glücksgefühl  dieses tolle Pferd besessen zu haben ( klingt blöd- sich vertraut gemacht zu haben ), viele viele Erfahrungen, viel dazugewonnen Weisheit über mich, über uns über das Leben, die Freiheit, Vertrauen, Beziehung.

Dahingehend bedanke ich mich bei meinen drei Pferden Elfa, Lucas, Karthago. Ich wünschte, ich hätte sie gleichzeitig gehabt. Das Leben ist ein Fluß.

Maria und das Einhorn ( ohne Horn )

Im vergangenen Sommer hab ich mich an einem schönen Tag mit Maria verabredet. Sie wollte gern Karthago kennenlernen und ich wollte gern ein paar Fotos von beiden machen. Das Wetter war uns sehr wohlgesonnen .

Zunächst mussten wir Karthago putzen, damit er sich sehen lassen konnte. Gegen Ihn wirkt Maria klein, obwohl er auch nur ein mittelgroßes Pferd ist. Nachvollziehbar, daß Maria ein bisschen vorsichtig die Bekanntschaft schließt.

Karthago ist auch anfänglich ein bisschen unsicher, weil jeder neue Mensch sich auch irgendwie anders verhält, als er es kennt.

Karthago ist schon immer ein sehr höflicher Zeitgenosse, er passt auf, daß er niemanden tritt, schubst, oder ihm  zu nahe tritt. Also deshalb und wegen der Leckerlies, dauert es nicht lange bis das Eis gebrochen ist. Die beiden sind ein fantastisches Paar.

Mir macht es Spaß sie zu fotografieren, ich finde es ist auch eine Supersommerstimmung, frei und leicht und hell, das mag ich.

Karthago genießt die Streicheleinheiten und das Halfter kann schon abgenommen werden. Er entschleßt sich da zu bleiben.

Ein bisschen Gras fressen und dann muss Karthago doch ganz kurz mal weg. Zuviel Beziehung.???

Aber als er wieder kommt, begrüßt er Maria, mit einem pferdischen spanischen Gruß. Super.

Ich mag gute Manieren sehr, auch beim Pferd. Maria ist fröhlich, Karthago zufrieden, wir haben viel gequatscht ( meisten ich ) , viel gelacht. Ich meine , es war ein schöner Nachmittag, auch wenn das Einhorn kein Horn hat.

 

neuer Blog

Hier ist Anne-B. Bernhard.

Dieser Blog ist neu, ich möchte den alten Blog  http://fotografie.annebe-b.de/  ausschließlich für Reisefotografie verwenden und diesen hier,  für alles, was ich sonst gern fotografiere oder tue, oder was ich darüber erzählen möchte…über das Leben.

Für mich ist das Fotografieren zu einem bedeutenden Teil meines Lebens geworden. Zum Einen weil dabei schöne Bilder entstehen und ich meine Kreativität ausleben kann, zum Anderen aber, weil ich in Beziehung trete, zu Menschen, Tieren, zu allem was mich umgibt. Und immer auch zu mir selbst. Das ist ein großes Glück, und darum darf man mich beneiden.

Ich freue mich über Besucher und Kommentare.

Foto : Holger Bernhard